Zeitzeugenbesuch von Dr. Elija Ludwig Popper

 Am Montag, dem zweiten Dezember, berichtete Dr. Elija Ludwig Popper den vierten Klassen von seinen Erfahrung im zweiten Weltkrieg. Da sein Vater, Dr. Ludwig Popper, Jude war, wurde seine Familie aus Österreich vertrieben. Der im 1938 Jahre geborene Elija verbrachte dadurch den Großteil seiner Kindheit in Bolivien, wo sein Vater als Militärarzt arbeitete und kam erst mit zehn Jahren nach Wien zurück.

Herr Popper sprach viel über die Entstehungsgeschichte der Juden, sowie der Christen und Muslime. Dabei wurde immer wieder erwähnt, dass Minderheiten immer schon als Sündenböcke gedient haben. In der Zeit des NS-Regimes zwischen 1933 und 1945 musste Familie Popper am eigenen Leib erfahren, was Abgrenzung, Verstoßung, Verfolgung, Leid, Trauer und Angst bedeuten. Weiters zeigte uns Herr Popper eindrückliche Originalfotos und Dokumente aus jener Zeit. Es machte uns betroffen, dass Juden durch ein “J” und oder dem Judenstern “gekennzeichnet” wurden. Popper verglich in seinem Vortrag auch politische Systeme und nahm immer wieder Bezug auf jüngste politische globale Ereignisse.

Seine Botschaft ist klar: Elija Popper appelliert an alle, niemanden wegen seines Aussehens oder seines Glaubens zu verurteilen bzw. anders zu behandeln. “Jeder Mensch ist zu 99,9% gleich. Niemand darf unterdrückt oder diskriminiert werden und wir alle dürfen nicht wegschauen, wenn Minderheiten wieder zu Sündenböcken gemacht werden.”